
Während die Wintersaison vor der Tür steht, werfen wir einen Blick auf die Sommersaison 2025 und schauen uns die wichtigsten Daten und Trends in Gröden an. Wir haben die Entwicklung von Mai bis Oktober analysiert und zeigen euch, welche Märkte gewachsen sind, wo sich das Buchungsverhalten verändert hat und was das für das kommende Jahr bedeutet. Dazu gibt es konkrete Empfehlungen, wie ihr von den neuen Trends profitiert.
Wie lief der Sommer 2025 in Gröden?
Eine insgesamt starke Sommersaison, mit neuen Trends
Der Mai war im Vergleich zum Vorjahr etwas schwächer. Das lag zum einen am wechselhaften Wetter: mehrmals kühl und unbeständig, was vor allem kurzfristige Buchungen gebremst hat. Zum anderen fielen die Pfingstfeiertage heuer in den Juni und nicht wie im Vorjahr in den Mai – viele Gäste haben ihren Urlaub daher rund um Pfingsten gebucht.
Abgesehen vom Monat Mai brachte die Sommersaison sehr gute Ergebnisse. Besonders der Juni sticht hervor: Die Übernachtungen in Gröden sind hier im Vergleich zum Vorjahr um rund 18,7 % gestiegen – ein deutliches Plus. Auch die weiteren Monate zeigen ein positives Bild: Von Juni bis Oktober liegen die Übernachtungen durchgehend über dem Vorjahr. Neben dem Juni sehen wir das zweitstärkste Wachstum im Oktober. Das deutet darauf hin, dass sich die Saison weiter nach hinten verlängert und der Herbst für viele Gäste an Attraktivität gewinnt.
(Quelle: IDM-Verarbeitung von ASTAT-Daten)
Verändertes Buchungsverhalten
Kürzer, internationaler, spontaner
Das Buchungsverhalten der Gäste hat sich in den letzten Jahren klar verändert:
- Internationale Gäste buchen früher, oft mehrere Monate im Voraus.
- Die Aufenthaltsdauer geht leicht zurück.
- Kurzfristige Buchungen bleiben vor allem aus den Nahmärkten ein wichtiger Faktor.
Dieses Jahr hat man vor allem gespürt, dass das Interesse bei deutschen Gästen zurückgegangen ist: Die Übernachtungen sind im Vergleich zum letzten Jahr um rund 7,9 % gesunken. Zudem sieht man in der unten dargestellten Grafik, dass auch die italienischen Gäste über die letzten Jahre deutlich weniger geworden sind – von über 900.000 Übernachtungen 2021 auf rund 670.000 im Jahr 2025. Wer sich stark auf diese beiden Märkte verlässt, spürt diesen Rückgang deutlich. Gleichzeitig wachsen andere Märkte sehr dynamisch. USA und Großbritannien gehören dabei zu den am schnellsten wachsenden Nationen:

(Quelle: IDM-Verarbeitung von ASTAT-Daten)
Buchungslage Winter 25/26
Wo für den kommenden Winter noch Potenzial liegt
Auf Basis der aktuellen Daten unseres Portals Val-Gardena.com zeigt sich für den Winter 25/26 insgesamt eine sehr gute Nachfrage. Viele Betriebe sind bis Februar bereits gut gebucht oder liegen auf Vorjahresniveau. Aktuell – Anfang Dezember – sehen wir vor allem in den ersten beiden Wochen des Saisonstarts noch spürbare Verfügbarkeit. Zusätzlich fällt die Woche vom 07.02. bis 14.02.26 auf, in der im Vergleich zu den umliegenden Wochen noch mehr freie Kapazitäten vorhanden sind. Für März und die erste Aprilwoche bleibt die Situation – wie gewohnt – stark von den Schneeverhältnissen abhängig. Viele Gäste entscheiden hier sehr kurzfristig. Wer flexible Preise, attraktive Kurzaufenthalte und eine klare Kommunikation von Schneelage und geöffneten Anlagen anbietet, kann auch in dieser Phase noch gut nachlegen.
(Quelle: Val-Gardena.com; Auswertung basierend auf Daten von 424 Betrieben)
Was Betriebe jetzt konkret tun können
Fünf Hebel für 2026
Auf Basis der aktuellen Entwicklungen lassen sich einige klare Handlungsfelder erkennen. Wer jetzt gezielt an ein paar Stellschrauben dreht, kann sowohl im Winter als auch im Sommer 2026 von den veränderten Gästeströmen profitieren.
- Märkte diversifizieren: Vor allem USA und UK gewinnen stark an Bedeutung und bieten die Chance, neue Stammgäste aufzubauen. Gleichzeitig bleibt der italienische Markt und der DACH-Raum wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. Ideal ist eine ausgewogene Mischung aus bewährten und neuen Märkten.
- Angebot & Preisstrategie schärfen: Prüft, ob euer Angebot zu den neuen Zielmärkten passt: Kulinarik, Sport, Familie, Lifestyle. Eine klare Positionierung und regelmäßiger Check der Preise helfen, die richtige Balance zwischen Auslastung und Ertrag zu finden.
- KI-Strategie: Immer mehr Gäste lassen sich Reiseideen von KI-Tools vorschlagen. Mit einer strukturierten, aktuellen Website und gepflegten Daten auf Portalen und Verzeichnissen erhöht ihr die Chance, in diesen Empfehlungen aufzutauchen.
- Online-Auftritte aktualisieren: Website, Portaleinträge, Google Unternehmensprofil sowie weitere Verzeichnisse sollten laufend kontrolliert und aktualisiert werden: Preise, Angebote, Bilder, Beschreibungen.
- Werbemöglichkeiten nutzen: Für auslastungsschwächere Wochen lohnt sich eine klare Werbestrategie: Welche Zielmärkte sollen angesprochen werden? Welche Budgets stehen zur Verfügung? Welche Angebote passen zu diesen Zeiträumen? Gleichzeitig informieren sich vor allem internationale Gäste bereits jetzt über den Sommer 2026. Daher ist es wichtig, schon heute mit passenden Sommerkampagnen präsent zu sein und frühzeitig Sichtbarkeit aufzubauen.
Wenn ihr die Ergebnisse eures Betriebs genauer analysieren oder konkrete Maßnahmen planen möchtet, unterstützen wir euch gerne – von der Datenauswertung bis zur Kampagnenplanung. Meldet euch bei uns.
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