
Die Wintersaison 2025/26 ist zu Ende – Zeit, einen Blick auf die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen in Gröden zu werfen. Wir haben den Zeitraum von Dezember bis März analysiert, das Buchungsverhalten der Gäste genauer betrachtet und zentrale Trends eingeordnet. Gleichzeitig schauen wir voraus auf die Sommersaison 2026 und zeigen, welche Maßnahmen für Betriebe jetzt besonders relevant sind.
Wie lief der Winter 2025/26
Die Wintersaison 25/26 hat in Gröden stark begonnen. Vor allem der Dezember sorgte mit einem Plus von rund 7,5 % bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr für einen sehr guten Auftakt. Jänner und Februar lagen leicht unter dem Vorjahr, und vor allem der März blieb hinter den Erwartungen (-9 %). Gerade dieser Monat ist stark vom Wetter geprägt: Viele Gäste beobachten die Schnee- und Pistenverhältnisse sehr genau und entscheiden sich erst kurzfristig.
(Quelle: IDM-Verarbeitung von ASTAT Daten)
Insgesamt war es dennoch ein guter Winter. Der Grund dafür liegt nicht nur in der Auslastung, sondern vor allem in der Preisdurchsetzung von Dezember bis Februar. Einige Betriebe hatten zwar bei den Übernachtungen leichte Rückgänge, konnten aber durch bessere Durchschnittspreise trotzdem gute Ergebnisse erzielen. Das zeigt einmal mehr, dass nicht nur die Auslastung zählt, sondern auch wie gut der Preis am Markt durchgesetzt werden kann.
Buchungsverhalten und Herkunftsmärkte
Auch bei den Herkunftsmärkten setzt sich ein Trend fort, der sich bereits in den letzten Saisonen gezeigt hat: USA und Großbritannien gewinnen im Winter weiter an Bedeutung. Gleichzeitig geht der Anteil deutscher und italienischer Gäste leicht zurück. Trotzdem bleiben genau diese beiden Märkte nach wie vor zentral und sollten keinesfalls vernachlässigt werden. Auch das Buchungsverhalten verändert sich spürbar. Statt eines langen Haupturlaubs sehen wir immer öfter mehrere kürzere Aufenthalte.


(Quelle: IDM-Verarbeitung von ASTAT Daten)
Ausblick Sommersaison 2026
Der Blick auf die Sommersaison 2026 zeigt aktuell ein gemischtes Bild. Teilweise wurde bereits früh gebucht, gleichzeitig lassen sich viele Gäste noch Zeit und entscheiden weiterhin recht kurzfristig. Ein Grund dafür ist auch die geopolitische Unsicherheit, die bei manchen Gästen zu mehr Zurückhaltung führt und Reiseentscheidungen nach hinten verschiebt.
Gerade deshalb bleibt die Nachfrage in einigen Zeiträumen noch offen und kann sich in den nächsten Wochen spürbar bewegen. Auffällig ist vor allem, dass sich in der Vorsaison erneut eine stärkere Nachfrage aus internationalen Märkten zeigt. In den klassischen Sommermonaten Juli und August kommt die stärkste Nachfrage hingegen weiterhin aus den Kernmärkten Italien und Deutschland. Für die Betriebe bedeutet das: Die Sommersaison entwickelt sich nicht in allen Monaten gleich, sondern verlangt je nach Zeitraum und Zielmarkt eine unterschiedliche Herangehensweise.
Trends und was Unterkünfte jetzt tun können
Neben den reinen Saisondaten zeigen sich einige Entwicklungen, die für viele Betriebe in Gröden relevant sind. Auffällig ist vor allem, dass sich der Buchungsweg, das Timing der Anfragen und die Anforderungen an die Online-Präsenz weiter verändern. Diese Veränderungen zeigen, worauf Betriebe schon jetzt achten sollten, um sich für die kommenden Saisonen besser aufzustellen.
- Flexibler auf Nachfrage reagieren
Die Nachfrage reagiert teils sehr sensibel auf Wetter oder andere kurzfristige Einflüsse. Gerade deshalb lohnt es sich, die eigene Preisstrategie regelmäßig zu hinterfragen. Ein dynamisches Preismodell hilft dabei, flexibler auf Nachfrage, Verfügbarkeit und Marktveränderungen zu reagieren. - Winter und Sommer stärker zusammendenken
Auffällig ist auch der Mix aus kurzfristigen und langfristigen Buchungen: Während manche Gäste spontan entscheiden, informieren sich vor allem internationale Gäste in den Wintermonaten bereits über den Sommer oder buchen direkt für die nächste Saison. Auf der Website braucht es daher einen klaren Wechsel zwischen Winter- und Sommerinhalten, und auch in den Kampagnen sollte das entsprechend berücksichtigt werden – etwa mit getrennten Asset-Gruppen für Winter und Sommer. - Werbemöglichkeiten gezielt nutzen:
Wer neue Zielmärkte aufbauen, Buchungen für auslastungsschwächere Zeiträume gewinnen und über das ganze Jahr sichtbar bleiben möchte, braucht eine klare Werbestrategie für Sommer und Winter. - Sichtbarkeit in KI-Systemen wird wichtiger
Immer mehr Gäste nutzen KI-Systeme wie ChatGPT zur Reiseplanung. Entscheidend ist dabei, was diese Systeme online über einen Betrieb finden: auf der Website, im Google Unternehmensprofil und in weiteren Verzeichnissen. Sind Informationen vollständig, aktuell und konsistent, steigt die Chance, in solchen Empfehlungen aufzutauchen.
Wenn ihr die Ergebnisse eures Betriebs genauer analysieren oder konkrete Maßnahmen planen möchtet, unterstützen wir euch gerne. Meldet Euch einfach bei uns!
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